Sicherheit ist Chefsache! – in Unternehmen und Behörden
Bei der Veranstaltung der IHK Berlin „Gemeinsam krisenfest: Resilienz und Sicherheit in der Berliner Wirtschaft“ stand ein Thema im Mittelpunkt, das uns alle bewegt: Unsere Sicherheit.
Sicherheit lässt sich nicht delegieren
Meine zentrale Botschaft des Tages: Sicherheit und Resilienz sind Führungsaufgabe. Sie lassen sich nicht einfach delegieren – weder in Behörden noch in Unternehmen.
Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, insbesondere im zivil-militärischen Miteinander, ist ein gemeinsames Verständnis unerlässlich. Hier prallen oft zwei unterschiedliche Herangehensweisen aufeinander:
- Die Behördenlogik: Orientiert sich am Lagebild als Richtschnur für Entscheidungen.
- Die Unternehmenslogik: Setzt auf die Risikobeurteilung als Grundlage für das Handeln.
Wenn wir diese beiden Perspektiven nicht aktiv miteinander verbinden, reden wir unweigerlich aneinander vorbei.
Lehren aus CER und NIS2
Die aktuelle Diskussion zur Umsetzung der EU-Richtlinien (CER und NIS2) in Deutschland dient uns hier als wichtiges Lehrbeispiel. Sie zeigt erhebliche Unsicherheiten auf, die oft durch unklare Begriffe und nicht abgestimmte Erwartungen entstehen.
Genau deshalb müssen wir in der zivil-militärischen Zusammenarbeit von Beginn an:
- Erwartungen offen austauschen.
- Die jeweilige Perspektive der Gegenseite wirklich „verstehen wollen“.
- Vom bloßen Austausch zum konkreten Handeln kommen.
Das Ziel darf nicht nur ein „Gut, dass wir gesprochen haben“ sein. Es muss heißen: „Ich kenne die Erwartungen und kann in meiner Funktion nun entsprechend entscheiden.“
Verantwortung übernehmen
Echte Verantwortung zu übernehmen bedeutet, die eigenen Bedarfe klar zu benennen und gleichzeitig die Logik der anderen Seite zu respektieren. Nur so entsteht eine belastbare Krisenfestigkeit.
Ich freue mich auf die weitere Debatte zu diesem wichtigen Thema!